Oberentfelden sollten den Konzessionsvertrag zurückweisen

Der Konzessionsvertrag zwischen der Eniwa AG und der Gemeinde Unterentfelden wird endgültig neu verhandelt. Vor der Gemeindeversammlung vom 3. Juni wurde das Traktandum 4 mit der Annahme des Konzessionsvertrages gestrichen. Der Entscheid des Gemeinderates zum Rückzug des Vertrages war richtig. Dasselbe sollte auch der Gemeinderat von Oberentfelden tun.

Dafür sprechen drei Gründe. Erstens wird der Eniwa AG das ausschliessliche Recht eingeräumt Wärme an die EinwohnerInnen zu liefern. Keine andere Energielieferantin hat das dementsprechende Recht, die Eniwa AG behält sich aber in den nächsten 15 Jahren das Recht vor handeln zu müssen. Erst 2035 soll das Energieunternehmen handeln, wenn es denn dies will. Zweitens spricht gegen den Vertrag, dass er 50 Jahre dauert und eine Kündigungsfrist von 20 Jahren innehat. Innert 20 Jahren kann die Gemeinde somit keinen anderen Energieliefertanten mit der Lieferung von Strom, Gas und Wärme beauftragen, selbst wenn der Vertrag nachträglich als missglücklich herausstellt. Drittens spricht gegen den Vertrag, dass Gasbezüger benachteiligt werden. Die Kosten der Konzession werden diesen BürgerInnen direkt weiterverrechnet. Es gibt somit drei gute Gründe diesen Vertrag abzulehnen.

Den BürgerInnen von Oberentfelden wird empfohlen an der Gemeindeversammlung vom Freitag, dem 7. Juni den Vertrag abzuweisen und dadurch eine bessere Verhandlungsposition gegenüber der Eniwa AG zu schaffen.

Laura Rufer, Nationalratskandidatin aus Unterentfelden